Cacheland-Games

Cacheland Games – der MEGA in St. Gallen

Am vergangenen Wochenende fanden die Cacheland-Games in St. Gallen in und um die Turnhalle Kreuzbleiche statt.
Der Event lief unter dem Motto Willhelm Tell und war auch ganz der Schweizer Legende gewidmet.
Bereits am Freitag fand ein Begrüssungsevent statt, der viele Besucherinnen und Besucher anlockte. Wir waren aber “leider” bereits anderweitig verplant und konnten uns nicht vor 24:00 Uhr auf den Weg nach St. Gallen machen, somit war der Begrüssungsevent verpasst.
Am Samstag, ca. 01:00 Uhr erreichten wir das Parkhaus Rathaus im Herzen von St. Gallen und stellten unser Cachemobil auf einen der wenigen freien Parkplätze. Das Hotel Walhalla vis à vis unseres Parkhauses wartete bereits mit einem bequemen Bett auf uns, das wir dank 24 Stunden check-in auch um ca. 01:30 Uhr übermüdet in Anspruch nahmen.
Verwöhnt von unseren Südafrika-Aufenthalten, hatten wir aber unter einem vierstern-Zimmer etwas mehr erwartet, so war das Erwachen ernüchternd. Doch immerhin verfügte das Zimmer über eine eigene Nespresso-Kaffeemaschine, die rege in Anspruch genommen wurde. Ebenfalls im bezahlten Preis inklusive war ein (für Schweizer Verhältnisse) reichhaltiges Frühstücksbuffet.
Nach der kleinen Stärkung packten wir unsere Ausrüstungen zusammen und begaben uns zum Sportplatz Kreuzbleiche, wo die Games um 09:00 Uhr starten sollen – wir begegneten dabei einigen bekannten Gesichtern (z.B. El Tornado – der Speaker, danymey, Der Bestatter, Fa.Vo, usw.) und konnten uns bereits frühmorgens aktiv über unser aller Hobby austauschen. Um rund 09:30 Uhr wurde die Halle geöffnet und die Logbücher in Form von grossen Käselaiben wurden durch das OK “IN DER HALLE” freigegeben. Natürlich strömten die Massen gleich zur Halle, sodass wir uns erstmal um das leibliche Wohl und die Informationen zu den Games kümmerten.
Insgesamt wurden fünf Games angeboten, von denen mindestens drei absolviert werden mussten, um den begehrten Gold-Coin zu erhalten. Am Infostand gab es bereits das “Debi Xii” T-Shirt, sowie für das gebuchte Package den Silber und Bronze Coin. Ebenfalls wurden zwei Bänder ausgeteilt, die einen als Besucher der Cacheland-Games und als “Mitspieler” bei den Games auswiesen. Für das leibliche Wohl war mit Getränkestand, Burgerstand, Älplermagronen, Pasties und Raclette/Crepe gesorgt. Leider konnten Getränke nur mit Wertcoupon und Esswaren, sowie Ausrüstung bei den Verkaufsständen “IN DER HALLE” nur mit Bargeld bezahlt werden, was die Verpflegung etwas umständlich gestaltete.

Als dann gegen 10:00 Uhr der grosse Ansturm der Leute durch war, starteten wir mit den Games. Wir entschieden uns als erstes für den Apfelschuss – ein Schiessstand mit Armbrust und Saugnapf-Pfeil bei dem es galt den Apfel auf dem Kopf vom Walterli zu treffen. Man musste drei von fünf Schuss treffen, um den ersten Stempel zu erhalten. Im Durchschnitt schafften wir die jeweils drei Treffer, sodass wir schon zum nächsten Game eilten.
The Monkey hiess dieses Spiel. Als Mitglieder des DC Monkey Hunterz waren wir ja bestens geübt im mimen von der menschenähnlichen Tierart. Es ging aber nicht erneut darum mit einem Pfeil auf etwas zu werfen/schiessen, sondern darum in windige Höhe auf einen Baum zu klettern und 20 verschiedene Früchte inkl. Anzahl zu memorisieren. Wieder unten angekommen, musste man zwei Fragen zu Art und Anzahl beantworten, um den Stempel zu erhalten. Auch diese Herausforderung wurde hinreichend gemeistert – auch wenn die Sicherung beim einen Baum besser war als beim Anderen.
Die dritte und letzte von uns gemeisterte Aufgabe war The Hole. Ein dunkler, muffiger Raum voller camping-geschädigter Geocachern (man stelle sich die Geruchskulisse besser nicht vor!) war Ort des Geschehens. Es mussten Fragen zur Schweiz beantwortet werden, die einen auf einer riesigen Landeskarte zu UV-Zahlen führten, ein Sudoku gelöst werden, dass ebenfalls in riesiger Ausführung aufgehängt war, und Prominente unter Horror-Figuren identifizieren. Dies ergab drei Lösungszahlen, die uns zum Stempel führten.

Mit gekräuselten Nasenhaaren begaben wir uns wieder an die frische Luft, atmeten tief durch und verpflegten uns an den Tischen bei den Essensständen. Diese Zeit nutzten wir, um mit einigen Bekannten die Labcaches und Misteries auf dem Gelände zu besprechen. Wir haben die Labcaches bereits vorab (mit grosszügiger Hilfe von danymey) lösen können, sodass das Loggen ein Kinderspiel war. Die Misteries und deren Finalkoordinaten waren uns auch bereits bekannt. So beschlossen wir nach einem kurzen Ausflug in die Halle zu den Logbüchern und den sanitären Anlagen die eine Stadthälfte (Richtung Fluss) in Angriff zu nehmen.

Wir gingen los und wussten schon bald, weshalb St. Gallen als “Die Stadt der 1’000 Treppen” bekannt ist. Unser Weg führte uns gefühlte 1’000 Treppenstufen nach oben, bevor wir überhaupt den ersten der ? bergen konnten. Bei den Finalkoordinaten wurde einem der Cache schon fast in die Finger gedrückt – denn immerhin sind mehr als 2’000 Geocacherinnen und Geocacher am MEGA angemeldet… So taten wir was zu tun war, loggten den Streifen und konnten den Cachebehälter schon den nächsten herbeieilenden (oder war es kriechenden?) Cachern weitergeben. Diese waren aber eigentlich auf der Suche nach den Labcaches und nicht den ?. So haben wir sie kurzerhand konvertiert und sie schlossen uns auf der Suche nach den ? an. Weitere Stufen folgten, bis wir über die Autobahn hinweg in den Wald gelangten. Doch wie es halt so ist, muss nach dem Abstieg auch wieder ein aufstieg folgen – und dieser Aufstieg bedeutete “Alles was wir runter gegangen sind, müssen wir auch wieder hinauf”. Es war ein Kampf, doch ein Kampf, den wir gewonnen hatten. Trotz falsch errechneter Finalkoords eines ? haben wir die angepeilten alle gefunden und dabei sogar noch 1-2 Tradis mitgenommen.

Wieder auf dem Festgelände angekommen war Bierzeit. Trinken was rausgeschwitzt wurde. DePälzer und wobbegong-01, die beiden Cacher, die sich uns angeschlossen hatten, gesellten sich zu uns unter einen Baum – mit Bier, je einem halben Hamburger und einer halben Portion Älplermagronen. Da sie, wie es sich herausstellte, unweit von uns wohnhaft sind, wird das wohl nicht die letzte gemeinsame Aktion gewesen sein. Es wurde uns sogar angeboten das Baumklettern von ihnen zu erlernen – ein lange geträumter Traum von uns.

Im Anschluss fand in der Halle noch die Verlosung der Wettbewerbe statt. Wer an drei oder mehr Games teilgenommen hat, das Gitterrätsel gelöst hatte und seine Visitenkarte in die Losbox geworfen hatte, konnte Preise gewinnen. Die Preise reichten von einem Jahr Premium über ein komplettes Geocoin Seit der Cacheland-Games (insgesamt 6 Stück) bis hin zu einem Tolino Reader. Natürlich gewannen lostwings keinen der verlosten Preise, aber DePälzer durfte ein Coinset auf der Bühne abholen. Sogar drei Personen vom Geocaching-HQ in Seattle waren zum MEGA angereist, um das OK zu verdanken. Auch sie erhielten jeweils ein komplettes Geocoin Set und wurden im Gegenzug mit besonderen HQ Coins verdankt.

Total kapputt und am Ende begaben wir uns nach dem erfolgreichen MEGA Event zurück ins Hotel, duschten uns ab und machten uns auf die Suche nach Nahrung. Diese fanden wir im Tres Amigos direkt beim Marktplatz (wieso ist da kein Hut auf der Stange?!). Eigentlich wollten wir danach wieder zum Eventgelände, um mit DePälzer und wobbegong-01 noch ein zwei Drinks zu nippen und zukünftige Aktionen zu besprechen, doch dazu kam es nichtmehr. Wir waren einfach zu müde und krochen um ca. 23:00 Uhr wieder in unser Hotelbett.

Am Sonntag hiess es dann nochmal Eventbesuch. Der Verabschiedungsevent stand an. Viele Geocacherinnen und Geocacher fanden sich nochmals auf dem Sportplatz Kreuzbleiche ein, um sich zu verabschieden, so auch wir. Wir tauschten uns nochmal mit einigen Bekannten aus, besprachen noch einige offenen Punkte zum Projekt “Geocaching Grand Tour of Switzerland” und trugen uns im Logbuch in Form eines Biergarten-Tisches ein.
Ebenfalls haben wir uns noch mit Material für neue Caches und das Suchen weiterer Boxen eingedeckt. wobbegong-01, DePälzer und lostwings sind nun sogar “Taschenlampenbuddies” – denn das neue Modell “Tank 007” hatte uns alle überzeugt. Vor Allem die Möglichkeit die Lampe über USB zu betreiben und die immense Helligkeit hat es uns angetan.

Taschenlampenbuddies
Taschenlampenbuddies

Die Heimreise war dann entgegen dem Eventwetter von Regen geprägt. Nach zwei Tagen Sonnenschein durfte das aber auch sein. Um ca. 14:00 Uhr sind wir dann wieder zu Hause angekommen und waren froh, dass der TV uns für den Rest des Tages das Laufen abnahm und wir keinerlei Aktivitäten mehr tätigen mussten.

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